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Theatersommer Haag
Gerti DrasslChristian DolezalRegie Leander Haußmann
1. Juli bis 8. August 2026 in Stadt Haag

Foto © Moritz Schell

DER GEIZIGE

Regie Leander Haußmann
Mit Gerti Drassl, Christian Dolezal, Laura Laufenberg, Tobias Artner, Robin Krakowski, Julian Tzschentke und Raphaela Möst



Inhalt

In Moliéres wahrscheinlich berühmtester Komödie „Der Geizhals“, begegnen wir einem Charakter, der uns in der heutigen Welt wohl immer weniger erspart bleibt. Der narzisstisch gestörte Knauser Harpagon hat ein geradezu erotisches Verhältnis zu seinem im Garten vergrabenen Geldbatzen. Die Liebe allerdings ist für ihn lediglich eine geschäftliche Angelegenheit. Er ist seiner Umwelt gegenüber stets feindlich eingestellt. Sein Geiz erreicht astronomische Maße und seine Menschlichkeit ist nicht einmal erahnbar.

Er terrorisiert seine Familie, allen voran seine Kinder Elise und Cleante, deren Heiratspläne er durchkreuzt und zu seinem Vorteil zu instrumentalisieren gedenkt.

Er hat seine Tochter Elise dem begüterten, alten Anselme versprochen, für den Sohn Cléante ist eine reiche Witwe vorgesehen. Für sich selbst hat er die junge Marianne im Visier, die aber heimlich Cléante liebt. Doch mit viel List gelingt es beiden Geschwistern, trotzdem ihre Liebesheiraten zu verwirklichen.


Premiere: 1. Juli 2026, 20.15 Uhr

Weitere Vorstellungen (jeweils 20.15 Uhr):

3., 4., 8., 9., 10., 11., 15., 16., 17., 18., 23., 24., 25., 29., 30. und 31. Juli
sowie 6., 7. und 8. August 2026



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Liebes Theatersommer-Publikum

Die Wandertruppe kehrt zurück! Ja! Diese virtuosen, schrägen Gaukler und Spielerinnen, vom letzten Theatersommer werden mit ihrem Karren kehrtmachen und nächsten Sommer noch einmal Station in Haag machen!
Warum?
Na, weil’s kräftig Spass gemacht hat! Weil’s schön war und weil sich viele von Ihnen in dieses Ensemble verliebt haben und es noch einmal sehen möchten, wie meine spitzen Intendantenohren vernommen haben.

Dann lassen wir sie noch einmal aufspielen! Und diesmal werden sie, wie ich finde, das stärkste Stück von Molière einstudiert haben, nämlich „Der Geizige“. Der Leiter dieser sprühenden Theatertruppe wird wieder die Regie-Legende Leander Haußmann sein, der zu den prägendsten Theaterkünstlern unserer Zeit zählt.

Mit einem solchen Regie-Zampano möchte gerne jeder Schauspieler und jede Schauspielerin einmal arbeiten und so habe ich die Freude, Ihnen mitteilen zu dürfen, dass die fabelhafte Gerti Drassl, die viele von Ihnen schon aus Aufführungen wie „Jägerstätter“ oder „Was ihr wollt“ kennen, wieder nach Haag zurückkehrt und zur Veredelung dieser einzigartigen Truppe beitragen wird.

So, alle edlen Ingredienzien, die es für eine sprühende Aufführung braucht, sind nun zusammengerührt und so freue ich mich, Sie im Sommer wieder bei uns begrüßen zu dürfen, auf dass wir erneut, gemeinsam herrliche Theaterabende feiern!

Auf bald!
Liebe Grüße
Christian Dolezal


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Ensemble

Gerti Drassl
© Volker Schmidt

Gerti Drassl


Text folgt in Kürze
Christian Dolezal - Intendant
© Moritz Schell

Christian Dolezal - Intendant


Christian Dolezal wurde 1971 in Wien geboren, wo er nach seinem Schauspielstudium seine ersten Engagements bei den Wiener Festwochen und am Volkstheater erhielt. Von 2007 bis 2010 arbeitete er am Schauspielhaus Wien. Danach u.a. am Volkstheater, dem Theater in der Josefstadt und der Volksoper. Im Rabenhof Theater gab es ihn u.a. in „Iba de gaunz oamen Leit“ von Christine Nöstlinger und in der Soloperformance „Das bin doch ich“ von Thomas Glavinic zu sehen. Unter der Regie von Hermann Beil schuf er das Schnitzler Solo „Spiel im Morgengrauen“, mit welchem er auf Balkantournee ging und u.a. in Chicago am „Festival of best european soloperformances“ und am Berliner Ensemble gastierte.

Christian Dolezal ist Gitarrist und ehemaliges Gründungsmitglied der Band „Sofasurfers“. Er arbeitet auch immer wieder für Film und TV – beispielsweise im Wiener „Tatort“, „Die Kinder der Villa Emma“ oder im Kinofilm „Die Frau in Gold“ als „Felix Landau“ und in den letzten Jahren höchst erfolgreich in den ORF-Serien „Schlawiner“ und „CopStories“.

Weitere Engagements führten ihn u.a. ans Landestheater Linz, wo er den Herrn von Rappelkopf im Stück „Der Alpenkönig und der Menschenfeind“ gab, und ins Wiener Rabenhof-Theater, wo er als Kult-Kieberer im Stück „Kottan ermittelt“ zu sehen war.

Zuletzt spielte er einen Kommissar bei der Fernsehserie „M - eine Stadt sucht einen Mörder“ unter der Regie von David Schalko. Die Serie war im März 2019 im ORF zu sehen. An der Volksoper stand Dolezal bei den Produktionen „Der Mann von la Mancha“ bzw. „Wonderful town“ auf der Bühne.

Beim Theatersommer Haag wirkte er 2013 in der erfolgreichen Produktion „Jägerstätter“ sowie 2017 bei der Produktion „Don Quijote“ mit. 2018 spielte er in Haag bei der Produktion „Was ihr wollt“ die Rolle des Malvolio, 2019 bei „Maß für Maß“ den Angelo und 2021 den Herrn von Lips in Nestroys „Der Zerrissene“. 2022 spielte er in Haag den Oliver-Friedrich in „Wie es euch gefällt“.

Im Frühjahr 2023 fand die Premiere seines ersten Solo-Kabaretts „Herzensschlampereien“ im Wiener Rabenhof-Theater statt.
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Leander Haußmann
© Moritz Schell

Leander Haußmann - Regie


Geboren in Quedlinburg am 26.06.1959, aufgewachsen in Ost-Berlin als Sohn einer Kostümbildnerin und eines Schauspielers. Ich bin ein Theaterkind der dritten Generation.

Bildung und beruflicher Werdegang:
Schlechter Schüler, Abschluss nach zehn Klassen
Lehre zum Tiefdrucker
1,5 Jahre Marine
Gründung der Straßentheatertruppe „Berliner Bohéme Theater“

Lehr- und Wanderjahre:
Ich hatte verschiedene Jobs, unter anderem als Lagerverwalter im Landwirtschaftsverlag, Grafiker und schließlich ein Studium an der Schauspielschule Ernst Busch. Es folgten Engagements als Schauspieler in Gera und Parchim, wo ich auch als Regisseur tätig war (wegen politischer Gründe Rausschmiss). Danach arbeitete ich wieder als Schauspieler in Weimar und wurde mit der Wende erneut als Regisseur zugelassen.

Theater-Highlights:
Nationaltheater Weimar, 1990: „Nora“ von Henrik Ibsen (eingeladen zum Berliner Theatertreffen)
Residenztheater München, 1993: „Romeo und Julia“ von William Shakespeare
Burgtheater Wien, 1994 / Berliner Ensemble, 2015: „Drei Schwestern“ von Anton Tschechow
Salzburger Festspiele, 1996 / Berliner Ensemble, 2002 / Burgtheater Wien, 2017: „Ein Sommernachtstraum“ von William Shakespeare

Intendanz:
1995 übernahm ich die Intendanz in Bochum.

Künstlerische Arbeiten:
Ca. 200 Inszenierungen, 15 Filme, unter anderem:
Sonnenallee (1999)
Herr Lehmann (2003)
Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe (2008)
Hotel Lux (2011)
Stasikomödie (2022)

Literarische Werke:
Einige Bücher, unter anderem die Autobiografie „Buh“
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Laura Laufenberg

Laura Laufenberg


Laura Laufenberg wurde 1995 in Köln geboren.
Erste Schauspielerfahrungen machte sie als Kinderstatistin am Hans-Otto-Theater in Potsdam und hospitierte 2014 und 2015 bei Thomas Ostermeier an der Schaubühne Berlin.

Von 2015-2019 studierte sie Schauspiel am Max Reinhardt Seminar in Wien, u.A. bei Grazyna Dylag, Janusz Cichocki und Maria Happel. Während des Studiums spielte sie am Volkstheater Wien unter der Regie von Felix Hafner und am Bronski und Grünberg Theater Wien die Luise in Schillers „Kabale und Liebe“ in der Regie von Calle Fuhr. Nach ihrem Abschluss war sie bei den Sommerspielen Perchtoldsdorf als Sonja in „Onkel Wanja“ von Anton Tschechow in der Regie von Michael Sturminger zu sehen.

Seit 2019 ist sie festes Ensemblemitglied am Landestheater Niederösterreich, wo sie bereits als Gast in der Spielzeit 2018/19 in „Um die Wette“ in der Regie von Philipp Moschitz mitwirkte. Zu den bisherigen Arbeiten zählen Ophelia in „Hamlet“ (Regie: Rikki Henry) und Siegried/Kriemhild in „Die Nibelungen“ (Regie: Mathias Spaan), die 2020 den Nestroy Preis in den Kategorien „Beste Bundesländeraufführung“, bzw. „Bester Nachwuchs männlich“ gewannen.

Ebenfalls arbeitete sie dort bisher mit Ruth Brauer-Kvam, Felix Hafner, Aslı Kışlal, Sara Ostertag (Der Zauberberg), Nikolaus Habjan (Die Blendung). Sie spielte die Salome Pockerl in Nestroys „Talisman“ unter der Regie von Alexander Pschill und Kaya Dymnicki, sowie Irina in „Drei Schwestern“ von Anton Tschechow in der Regie von Kriszta Szèkely.
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Tobias Artner
© Moritz Schell

Tobias Artner


Tobias Artner wurde 1988 in Berlin geboren. Er studierte von 2012 bis 2016 am „Thomas-Bernhard-Institut“ des Mozarteums in Salzburg. Hier arbeitete er u.a. mit Volker Lösch, Niklaus Helbling, Karin Drechsel und Kai Ohrem zusammen.

2015 gewann Tobias Artner mit seinem Jahrgang einen Ensemblepreis beim Schauspielschultreffen. Im selben Jahr wirkte er in einer deutsch-israelischen Co-Produktion unter der Regie von Christine Umpfenbach in Tel Aviv mit. 2016 gastierte er am KosmosTheater in Wien, darüber hinaus ist er Mitglied der Gruppe „KollektivEINS“, die in den letzten Jahren Theaterstücke und Filme in Berlin, Potsdam und Ludwigsburg realisierten.
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Julian Tzschentke
© TeresaMarenzi

Julian Tzschentke


Julian Tzschentke wurde 1994 in Frankfurt am Main geboren. Von 2014 bis 2019 studierte er Schauspiel an der Zürcher Hochschule der Künste. Während seines Studiums war er als Gast u.a. am Schauspielhaus Zürich zu sehen und spielte Friedrich Hölderlin in der Uraufführung «In weiter Ferne, der Mensch» (Regie: Philipp Becker) beim Tübinger Sommertheater.

Zudem war er mit Rebekka Bangerters Inszenierung «Woyzeck – Ach was die Welt schön ist!» als Woyzeck und mit «Sommergäste» (Regie: Timon Jansen) als Vlas zweimal beim Körberstudio Junge Regie in Hamburg zu Gast. Von 2018 bis 2021 war er festes Ensemblemitglied am Luzerner Theater. In dieser Zeit arbeitete er unter anderem mit Kornél Mundruczó, Nicolas Charaux, Christiane Pohle, Tiit Ojasoo und Ene-Liis Semper, dem Kollektiv hannsjana, sowie Christos Passalis und Angeliki Papoulia.
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Robin Krakowski
© Moritz Schell

Robin Krakowski


Robin Krakowski wurde 1988 in Tübingen geboren. Sein Schauspielstudium absolvierte er 2014 an der Hochschule in Leipzig. Während des Studiums war er Mitglied des Schauspielstudios am Maxim Gorki Theater Berlin. Danach folgten zwei Jahre als freischaffender Schauspieler und zwei weitere Jahre am Neuen Theater in Halle. In Halle führte er bei »Publikumsbeschimpfung« zum ersten Mal Regie. Von 2018-2023 war er festes Ensemblemitglied am Nationaltheater Mannheim. Seit 2020 ist er außerdem als Schauspiel-Dozent an verschiedenen Schulen tätig. Er lebt aktuell freischaffend in Leipzig und spielt in Berlin, Mannheim und Österreich.

Regiearbeiten u.a. mit: Claudia Bauer, Christian Weise, Maxim Didenko, Henriette Hörnigk und Leander Haußmann."
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Cedric Mpaka - Kostüme
© Moritz Schell

Cedric Mpaka - Kostüme


Cedric Mpaka wurde 1990 in Kinshasa (Republik Kongo) geboren. Nach einer Assistenz bei der britischen Modedesignerin Vivienne Westwood und diversen Kostümassistenzen ist er seit 2015 als freischaffender Kostümbildner tätig.

Er kreierte die Kostüme für mehrere Inszenierungen von Nikolaus Habjan, u.a. die Uraufführung von „Böhm" am Schauspielhaus Graz (Nestroy Theaterpreis für die beste Bundesländer-Aufführung), „Volksvernichtung oder meine Leber ist Sinnlos" und „Der Leichenverbrenner" am Burgtheater Wien, die österreichische Erstaufführung von Elfriede Jelineks „Am Königsweg" am Landestheater Niederösterreich (die er in Zusammenarbeit mit der Nobelpreisträgerin entwarf), „Salome" und „La Périchole" am Theater an der Wien, sowie „L’Orfeo" an der Semperoper Dresden.

Wiederholt arbeitet er mit den Regisseurinnen Anna Bergmann und Sláva Daubnerová. In Kooperation mit dem Grand Théâtre Genève und dem Festival Tangente St. Pölten folgt 2024 die Uraufführung der Oper „Justice" in der Regie von Milo Rau.
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Laura Weiss
© Moritz Schell

Laura Weiss


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Max Lindner
© Moritz Schell

Max Lindner


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Raphaela Möst

Raphaela Möst


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Susanna Schlesier

Susanna Schlesier


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