Theatersommer 2020 mit Christian Dolezal, Tania Golden, Daniela Golpaschin, Boris Popovic, Ernst Kurt Weigel, u.a. Der Zerrissene, Komödie nach Johann Nestroy 01.07.2020 - 09.08.2020




1. Juli - 9. August 2020


DER ZERRISSENE


KOMÖDIE nach Johann Nestroy
REGIE Dominic Oley
MIT Christian Dolezal, Tania Golden, Daniela Golpashin, Boris Popovic, Ernst Kurt Weigel, u.a.


Diese 1844 in Wien uraufgeführte Posse mit Gesang in drei Akten, zählt zu den großen Schätzen dieses österreichischen Autors, der stets scharfsinnig und -züngig Obrigkeiten zu provozieren wußte. Abweichungen aus den eingereichten Textfassungen (Extempores), ließen Zensurspitzel aus deren Fassung geraten. Dieselben zerrten Johann Nestroy, der in seinen Stücken stets selbst mitwirkte, von der Bühne, um ihn kurzerhand in Kerkerhaft zu werfen.



INHALT


Der Zerrissene handelt vom allzu reichen und folglich emotional verkümmerten Herren von Lips, der alles hat und dem nichts mehr etwas wert ist. Dieser Herr von Lips beschließt, die Nächste, die zur Tür hereinkommt, zu ehelichen. Das Wagnis wird zum Verhängnis. Die ihm zugetane Madame von Schleyer ist die verfl ossene, entführt geglaubte, Geliebte des groben Schmiedes Gluthammer, weshalb die beiden Hähne in einen Raufhandel geraten und über den Balkon in einen reißenden Fluss stürzen. Lips überlebt und denkt, das Leben Gluthammers auf dem Gewissen zu haben. Er sieht sich gezwungen, inkognito als Stallbursche bei Hofpächter Krautkopf anzuheuern, wo er Kathi trifft, welche seine herzliche Verbündete wird.

Kann denn Geld der Gründer unseres Glückes oder Unglückes sein? Bedeutet es mehr Freiheit oder Zwang und Last? Und was, wenn sich das Eine mit einem Schlag in das Andere umkehrt...?

Diese Fragen beleuchtet Nestroys Posse, lachkräftig und mit bestechender Wortgewandtheit.


Karten-Telefon: 07434/44600
E-Mail: reservierung@theatersommer.at








Johann Nestroy
Foto: wikipedia

Johann Nestroy


Johann Nepomuk Eduard Ambrosius Nestroy wurde am 7. Dezember 1801 in Wien geboren. Er war Schauspieler, Sänger und Bühnenautor. Sein literarisches Werk gilt neben dem von Ferdinand Raimund als das bedeutendste und populärste des Alt-Wiener Volkstheaters.

Dem Wunsch der Familie, wie sein Vater eine juristische Laufbahn einzuschlagen, setzte Johann schon früh seine künstlerischen Neigungen entgegen und trat als Musiker und Sänger auf. Im Jahre 1822 beendete er sein Jura-Studium und begann seine Karriere als Opernsänger. Nach Engagements in Österreich und Amsterdam wechselte er 1826 ins Schauspielfach. Er spielte zunächst in Brünn, dann in Graz, und begann im Jahre 1831 im Theater an der Wien seine Laufbahn als erfolgreicher Theaterschriftsteller.

Nestroys Stücke wirkten leicht und oberflächlich, boten jedoch stets Raum für Improvisation und damit Kritik an politischen oder sozialen Gegebenheiten. Vom Publikum gefeiert geriet Nestroy immer wieder in Konflikt mit der Zensur. Bis heute gehören seine Stücke zum beliebten Repertoire vieler deutschsprachiger Bühnen.

Johann Nestroy verstarb am 25. Mai 1862 in Graz und wurde dort beigesetzt. Erst im Jahre 1890 wurde er in ein Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof umgebettet.

Quelle: Johann Nestroy - Biografie und Inhaltsangaben
https://www.inhaltsangabe.de/autoren/nestroy/
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Christian Dolezal
© Ingo Pertramer

Christian Dolezal – Intendant


Christian Dolezal wurde 1971 in Wien geboren, wo er nach seinem Schauspielstudium seine ersten Engagements bei den Wiener Festwochen und am Volkstheater erhielt. Von 2007 bis 2010 arbeitete er am Schauspielhaus Wien. Danach u.a. am Volkstheater, dem Theater in der Josefstadt und der Volksoper. Im Rabenhoftheater gab es ihn u.a. in „Iba de gaunz oamen Leit“ von Christine Nöstlinger und in der Soloperformance „Das bin doch ich“ von Thomas Glavinic zu sehen. Unter der Regie von Hermann Beil schuf er das Schnitzler-Solo „Spiel im Morgengrauen“, mit welchem er auf Balkantournee ging und u.a. in Chicago am „Festival of best european soloperformances“ und am Berliner Ensemble gastierte.

Christian Dolezal ist Gitarrist und ehemaliges Gründungsmitglied der Band „Sofasurfers“. Er arbeitet auch immer wieder für Film und TV – beispielsweise im Wiener „Tatort“, „Die Kinder der Villa Emma“ oder im Kinofilm „Die Frau in Gold“ als „Felix Landau“ und in den letzten Jahren höchst erfolgreich in den ORF-Serien „Schlawiner“ und „CopStories“.

Weitere Engagements führten ihn u.a. ans Landestheater Linz, wo er den Herrn von Rappelkopf im Stück „Der Alpenkönig und der Menschenfeind“ gab, und ins Wiener Rabenhof-Theater, wo er als Kult-Kieberer im Stück „Kottan ermittelt“ zu sehen war.

Zuletzt spielte er einen Kommissar in der Fernsehserie „M - eine Stadt sucht einen Mörder“ unter der Regie von David Schalko. Die Serie war im März 2019 im ORF zu sehen. An der Volksoper war bzw. ist Dolezal bei den Produktionen „Der Mann von la Mancha“ bzw. „Wonderful town“ auf der Bühne.

Beim Theatersommer Haag wirkte er 2013 in der erfolgreichen Produktion „Jägerstätter“ sowie 2017 bei der Produktion „Don Quijote“ mit. 2018 spielte er in Haag in „Was ihr wollt“ die Rolle des Malvolio und in diesem Jahr spielte er in „Maß für Maß“ den „Angelo“.
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Dominic Oley
© Jan Frankl

Dominic Oley – Regie / Bearbeitung


Geboren in Meerbusch, Deutschland.
Schauspielstudium Max am Reinhardt Seminar Wien.

Vontobel-Preisträger für "Liebe mich." (Text / Regie: Rene Pollesch).

Seit 2009 als freier Autor, Regisseur, Schauspieler in und von Wien aus tätig.

Regiearbeiten: (Text/Regie): Bronski und Grünberg, Schauspiel Essen, TAG Wien, Schauspielhaus Wien, Landestheater Sankt Pölten.

Dramatikerstipendium der Litera-Mechana.
Ensemblemitglied am Theater in der Josefstadt.
Zahlreiche Film und Fernseharbeiten.
Lehrauftrag am Max Reinhardt Seminar für Textbezogene Sprachgestaltung.

Als Schauspieler - Arbeiten mit:
Barbara Weber, Raphael Sanchez, Rene Pollesch, David Bösch, Anselm Weber, Stephanie Sevella, Roger Vontobel, Bettina Hering, Gil Mehmert, Stephanie Mohr, Josef Köpplinger, Michael Kreihsl, Constanze Ruhm, David Rühm, Wolfgang Murnberger, Herbert Föttinger, Birgit Doll, Fabian Alder, u.a.

Bisher war Dominic Oley in Haag bei „Ein Sommernachtstraum“ (2011) und bei der Produktion „Jägerstätter“ (2013) auf der Bühne zu sehen.






Ihr einzigartiges Geschenk
Machen Sie heuer ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk und schenken Sie Ihrer Liebsten / Ihrem Liebsten (oder Ihren MitarbeiterInnen) einen

persönlichen Theatersommer-Sitzplatz mit ihrem/seinem Namen.

Damit schenken Sie etwas ganz Exklusives, das Ihren Besuch beim Haager Theatersommer noch einzigartiger macht.

Ein Sitzplatz kostet 75,- Euro und beinhaltet folgende Leistungen*:
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  • Anführen der teilnehmenden Person (Unternehmen) im Programmheft und auf der Theatersommer-Homepage
  • pro Sitzplatz bekommen Sie eine um 20% ermäßigte Eintrittskarte (gültig auf Vollpreiskarten für das Hauptstück in den Spielsaisonen 2020 und 2021)
  • ein von den Schauspielern handsigniertes Plakat
  • gratis Programmheft

* Weitere Infos zu der Aktion im Theatersommer-Büro. Nur direkt beim Theatersommer Haag buchbar!



Perlenreihe 2020


Martin „Rocky“ Rockenschaub & Big Band Theory
„A Tribute to Frank Sinatra“ | So., 5. Juli 2020, 20.15 Uhr

Klaus Eckel
„Ich werde das Gefühl nicht los“ | Di., 7. Juli 2020, 20.15 Uhr

Ursula Strauss & Ernst Molden
„Wüdnis“ | So., 12. Juli 2020, 11.00 Uhr

Quetschwork-Family
„Auf Datis Spuren“ | So., 12. Juli 2020, 18.00 Uhr

Christoph Grissemann & Christian Dolezal
„BUH!“ | So., 26. Juli 2020, 20.15 Uhr

Karl Markovics & OÖ Concert Schrammeln
„Der verlogene Heurige & andere Kalamitäten“ | So., 2. August 2020, 11.00 Uhr

Herbert Pixner
„Jubiläums-Programm 2020“ | So., 9. August 2020, 20.15 Uhr



Martin Rocky Rockenschaub & Big Band Theory
Martin „Rocky“ Rockenschaub & Big Band Theory
„A Tribute to Frank Sinatra“


Klaus Eckel
Klaus Eckel
„Ich werde das Gefühl nicht los“


Ursula Strauss & Ernst Molden
Ursula Strauss & Ernst Molden „Wüdnis“

Die Zusammenarbeit der Schauspielerin Ursula Strauss mit dem Songwriter und Dichter Ernst Molden gibt es seit sieben Jahren: Zweimal haben die beiden gemeinsam die Wiener Festwochen auf dem Rathausplatz miteröffnet und quer durch Österreich zahlreiche Konzerte gespielt. In den vergangenen Jahren hat Ernst Molden für Ursula Strauss und sich ein Dutzend neuer Lieder geschrieben.

Nach einer umjubelten Vorpremiere bei der Eröffnung des Schrammelklang Festivals 2019, folgen im Jahr 2020 das Album WÜDNIS und die dazugehörige Tour. Die Songs, reduziert auf zwei Stimmen und elektrische Gitarre, erzählen von der Wildnis in und zwischen den Menschen, vom verkleideten Krieg draussen auf der Gasse und von den Fluchten in die Nacht, in den Wald, in die Liebe.


Quetschwork-Family
Quetschwork-Family „Auf Datis Spuren“

Grissemann und Dolezal
Christoph Grissemann & Christian Dolezal „BUH!“

Lachkräftig und doch nach dem Motto, jammern auf niedrigstem Niveau, erzählen Christoph Grisseman und Christian Dolezal über deren größten TV- und Theaterniederlagen. Sie durchleben noch einmal Momente tiefer Scham, ziehen einander herzhaft durch den Dreck und kennen auch bei, vom Publikum gefeierten Kollegen, kein Erbarmen. Ein Abend über jene Lächerlichkeiten und Abgründe, welche das Leben für Bühnendarsteller bereithält.


Karl Markovics & OÖ Concert Schrammeln
Karl Markovics & OÖ Concert Schrammeln
„Der verlogene Heurige & andere Kalamitäten“


Geschichten vom Essen, Trinken und Schlechtsein
„Restaurants sind Gelegenheiten, wo Wirte grüßen, Gäste bestellen und Kellner essen.“ Karl Kraus

Wie uns das Leben den Garaus machen kann, noch bevor es eigentlich zu Ende ist, davon handeln die Geschichten des heutigen Abends - von den kleineren und größeren Kalamitäten rund um die Grundbedürfnisse der leiblichen und seelischen Existenz. Vom Gegenüber (Anton Kuh), von den Abscheulichkeiten der Sprache (Karl Kraus), von schlechter Bedienung (Alfred Polgar), vom zu Guten und zu Vielen (Friedrich Torberg), vom zu Schlechten und zu Wenigen (Ernst Jandl), von verlorenen Träumen (Felix Salten), von der Begierde (Peter Altenberg) und überhaupt von allerlei Schicksalsschlägen. Oder auch einfach nur vom Pech.

Genießen Sie also den Abend, solange er dauert. Denn schon bald wird Ihnen wieder der raue Alltag ins Angesicht blasen. Vielleicht ist es Ihnen ein kleiner Trost, wenn ich Ihnen sage: Mir geht es ebenso.
Karl Markovics

Besetzung:
Karl Markovics, Rezitation
Peter Gillmayr, Violine
Kathrin Lenzenweger, Violine
Andrej Serkov, Schrammelharmonika
Guntram Zauner, Kontragitarre
MUSIK von Johann Schrammel, Franz Schubert, Robert Stolz, Josef Mikulas u.a.


Herbert Pixner
Herbert Pixner „Jubiläums-Programm 2020“



Kartenverkauf und Abendkassabüro: Hauptplatz 7, A-3350 Stadt Haag, Tel.: +43 (0)7434 44600, Fax: +43 (0)7434 44600 54, E-Mail

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